Und was habe ich diese Woche gelernt?

FullSizeRender 2

Die letzte Woche in einem Wort? Blaaaaaaaaa!

Meine Laune ist momentan ähnlich wie das Wetter: Tiefpunkt, so lalal so lalala, ich liebe Euch alle, bitte halt die Fresse, können wir heiraten?…. Gut, die letzten zwei Wochen waren mal wieder äußerst chaotisch, aber bei mir erwartet man auch nix anderes. Daher übrigens mein neuer Spitzname von meiner besten Freundin: “Clumsy”. Danke, haha. Wer Senna kennt versteht warum, denn ich habe einfach einen wahnsinnigen Hang dazu, mich zu verletzen, hinzufallen, Dinge zu verlieren, mich auszusperren und im Verdrängen bin ich auch 1a. Ja, daran sollte/ könnte ich wirklich arbeiten, aber wer ist schon perfekt?

Jedenfalls hatte ich letzte Woche mal zwei freie Tage und diese wollte ich natürlich für die wichtigen Dinge im Leben nutzen: Entspannen, putzen und Papierkram. Fassen wir also kurz zusammen: ich war Donnerstag mal kurz 500km unterwegs, abends am Postdamer in einer Bar, kurz zweite Bar, Freitag im Solarium, Kosmetikstudio, Stadt, was trinken, später kam Bestie, Abends feiern im Weekend, riesen Streit um nix, Sonntag ausnüchtern, Mauerpark, abends was trinken, schlafen, MONTAG. Ich spare mir besser die Details und fasse zusammen: chaotisch!

Potsdamer Platz
Potsdamer Platz
Mauerpark
Mauerpark

Dabei ist es doch immer das Selbe: Wir erwarten zu viel, geben zu wenig. Sind kühl, doch brauchen Wärme. Haben so viel zu sagen, doch wir schweigen. Am Ende stehen wir am Anfang. Viel zu viele Gedanken um nichts. Viel zu viele Diskussionen um nichts. Genau diese unschöne Wahrheit musste ich auch vergangene Woche wieder spüren. Und was lernen wir daraus? – Nichts.

Ist es nicht traurig in Sozialen Medien für Ehrlichkeit, Gefühle und Gedanken kritisiert zu werden? Dinge anzusprechen, die jeder fühlt, doch keiner sagt. Jeder schweigt, weil die Gesellschaft das so will? Weil es „uncool“ ist auch mal Schwäche zu zeigen? Weil man nach Außen hin für Stärke und Selbstbewusstsein steht? Weil enge Freunde, Familie und Verwandte das lesen könnten? Ist es nicht traurig, dass sich Leute einbilden mich durch Bilder und Quotes auf Instagram zu kennen? Ist es nicht traurig, dass man allein durch die Optik in eine Schublade gesteckt wird? Wisst ihr was ich am traurigsten finde? Menschen die sich all das durchlesen, um zu erfahren, wie es mir geht. Ein ich denk an dich, ein gehts dir gut, ein es tut mir leid, ein kleines verschissenes hallo kann so viel ändern. Lieber sind wir zu stolz, antworten nicht. Keine Frage, ich bin genau so stolz. Antworte aus Trotz nicht. Änder mal wieder dramatisch zum dritten Mal mein Whatsapp Foto. Bin genervt. Und was haben wir davon? – Nichts.

Ist diese „Schnelllebigkeit“ eigentlich so ein Großstadt Ding? Wie die neusten Trends, die uns nach zwei Wochen schon wieder langweilen? Wie ein neues paar Schuhe, welches kurze Zeit später dann für neue Nikes weichen muss? Leider kann man Menschen nicht einfach umtauschen, aber das verstehen die Meisten einfach nicht. Und lernen wir einen Menschen kennen, der uns gut tut, dann machen wir am liebsten gleich wieder alles kaputt. Aus Angst vor Abweisung, aus Angst etwas Besseres zu verpassen, aus Angst einfach mal Gefühle zu zeigen, auf unser Herz zu hören. Seien wir ehrlich, so ist es doch? Und anstatt mal auf unser riesiges Ego zu scheißen, suchen wir Probleme wo keine sind, führen Diskussionen, die es gar nicht gibt und verschwenden unsere Zeit. Und was haben wir davon? – Nichts.

Habe ich nach dieser Woche also doch etwas gelernt? Manche Dinge ändern sich nie, Zeit heilt nicht alle Wunden. Besondere Menschen darf man nicht gehen lassen. Einfach mal auf dein Herz hören, einfach mal sagen, was dich bedrückt. Schlechte Erfahrungen prägen dich, doch es gibt immer Menschen die an deiner Seite stehen, die jeden noch so schweren Weg mit dir gehen, deine Tränen trocknen und ohne ein einziges Wort zu sagen, deine Welt perfekt machen. Danke!

IMG_7847 IMG_7982 IMG_7877 IMG_7984

 

6 Comment

  1. Alexandra says: Antworten

    schön geschrieben! ich muss dir leider Beichten das ich dein Instagram Postfach voll Spamen musste um dir was zu sagen und um dir zu Danken ✌️ Vielleicht erinnerst du dich … Wird nicht schwer sein unter vielleicht den anderen Spams, ist eine Erinnerung an früher.

  2. ink.gypsea says: Antworten

    Eloquente Rethorik gepaart mit sicherlich vorhandenen Vorurteilen. Nice

    1. Michelle says: Antworten

      dem schließe ich mich an. *word*

  3. Lotti says: Antworten

    Mir kommen die Tränen wenn ich deine letzten Beiträge so lese… Ich verfolge dich seit einiger Zeit bei insta und eigentlich steckst du in meiner „oberflächliches-püppchen-schublade“ aber mit diesen einblicken in deine Gedankenwelt ändert sich auch mein bild von dir… Du wirkst so unglaublich zerissen, rastlos und verletzlich und obwohl ich sonst so gar nix mit dir gemeinsam hab finde ich mich genau da in dir wieder. Ich wünsche dir vom ganzen Herzen, dass du dein wahres Glück findest und das Gefühl „angekommen zu sein“, einfach das du deinen Seelenfrieden findest…

    1. cocoink says: Antworten

      vielen Dank für deine ehrlichen Worte..

  4. Juliana says: Antworten

    Wow..

Schreibe einen Kommentar